Wie alles begann: die Gründungsgeschichte der Rasselbande

In den nachfolgenden Zeilen werde ich aus meiner Sicht den Werdegang der Rasselbande 2004 bzw. den der einzelnen Mitglieder beschreiben. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist, dass wir größtenteils aus Wertheim am Main kommen, einer kleinen Stadt, die ca. 100 km weg von Frankfurt liegt und in der Eishockey ein Fremdwort ist und wenn was aus der Eishockey Szene in unsere Stadt vordringt, dann handelt es von den Adlern aus Mannheim. Somit ist es doch recht verwunderlich, dass im Endeffekt soviel Wertheimer, dem Eishockey und insbesondere den Lions verfallen sind. Nun zu den einzelnen Mitgliedern:

Ich kam durch meinen Vater zum Eishockey. Er spielte von 1963 bis 1968 selber noch für die Eintracht in der 2. Liga und somit ist die Verbindung der Familie Michelfeit mit dem Frankfurter Eishockey bzw. den Lions schon mal geklärt. Als Fan verfolgte er das Eishockeygeschehen nach der aktiven Zeit und nahm mich ab Anfang der 80er gelegentlich mit. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt zu jung, um mich wirklich an die Spiele erinnern zu können. Von 1995 an gingen wir regelmäßiger und saßen in der Gegenkurve. Dies lag aber auch daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt selber für die Frankfurter Löwen Eishockey spielte und somit eh jede Woche 3 Mal in Frankfurt war. Was wir da nicht wussten, dass es noch mehr Fans aus Wertheim gab, die sich regelmäßig in der Eissporthalle befanden. Hierbei handelt es sich um die Familie Rempt. Genauer gesagt, um Tino und Sonja. Tino ist seit der Saison 86-87 bei den Löwen, doch ging anfangs nur sporadisch zum Eishockey. Seiner jetzigen Frau und damaligen Freundin Sonja blieb keine Wahl und wurde quasi gezwungen den schnellsten Mannschaftssport der Welt zu verfolgen. Sie begleitet Tino mehr oder weniger regelmäßig ab

der Saison 95-96. Damit aber nicht genug, denn die Familie Rempt hat noch mehr Fanpotential. Ab der Finnensaison (96-97) ging dann auch Tinos Tante Elke und ihr Sohn Dominik mit. Sie verfolgten die Spiele der Löwen entweder von der Gegenkurve oder vom Heuboden. Jedoch wussten auch sie nichts von mir und meinem Vater. Es bedurfte schon weiterer Zufälligkeiten. Über einen Schulkollegen, Ralph C., der in der Bulldozer Saison regelmäßiger Gast war, dann aber nicht mehr zu sehen war, lernt ich Dominik kennen und er war die Schnittstelle zwischen der Familie Michelfeit und der Familie Rempt. Außerdem schleppt Dominik noch seinen Nachbarn Daniel J. mit zum Hockey, der in der Saison 97-98 beim legendären 15:3 gegen Kaufbeuren seine Lions-Premiere hatte. Das war aber noch nicht alles. Irgendwie machten wir unsere Promotionarbeit so gut, dass auch meine Klassenkameraden Dominik D., Katja H. und Karsten E., Daniels Cousin zum Stammpersonal wurden. Durch ihn wiederrum kam Martin R. eines Tages mit zu den Lions und auch er gehörte schnell zu den Hardcore Fans. Somit waren wir erstmal vollzählig und dieser kleine überschaubare Kreis der Lions Anhänger formierte sich dann im A-Block hinter dem Tor und ist eigentlich ab 97 nicht mehr von dort wegzudenken. In diesem sehr erfolgreichen Jahr für die Lions, die eigentlich seit Einführung der DEL nie eine Hauptrolle spielten, entstand der Gedanke einen Fanclub zugründen. Leider waren wir nicht mehr als 10 Personen, die wirklich regelmäßig zu den Lions gingen und somit war es uns zu lachhaft einen Fanclub zu gründen. Außerdem fehlte uns ein pikanter Namen. Den Rest steuerten die Lions dazu bei, dass der Gedanke an einen Fanclub immer mehr verdrängt oder besser gesagt vergessen wurden. In den Jahren 2000 bis 2003 wurde das Eishockey immer schlechter und die Fans mussten sich eigentlich jedes Jahr aufs Neue fragen, ob man nach allen Regeln der Kunst verarscht wird oder, ob Frankfurt mit seinen sehr guten Standortvoraussetzungen einfach nur unfähig war gutes Eishockey zu bieten. Dies ist aber eine andere Geschichte. Auf jeden Fall nahm das Interesse der Fans und insbesondere der aus Wertheim immer mehr ab und man kann es auch keinem verübeln, dass man für solche Qualen kein Geld ausgibt und vor allem den Anreiseweg von 100 km in Kauf nimmt. Jedoch bekamen wir trotzdem noch Verstärkung aus der Rempt Familie. Zum einen, da Tinos Mutter mit ihrem Lebensgefährten Horst K., ein alteingesessener Haie Fan, zu uns stießen und zum anderen, da Tino und Sonja ihre Hausaufgaben gut gemachten hatten und ihren Sohn Leon (zu diesem Zeitpunkt 3 Jahren) mitnahmen. Außerdem kam Tinos Freund Ralph P. jetzt gelegentlich mit, um seinen Liebling Ken Quinney zu sehen. Doch am Ende der Katastrophensaison 02-03, gab es Spiele, in dem von unseren Mitgliedern nur noch ich übrig blieb. Dies lag aber auch nur daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon in Darmstadt studierte und mir somit eine Dauerkarte besorgt hatte, weil ja der umständliche Anfahrtsweg wegfiel. Auch meine Darmstädter Studienkollegen blieben nicht verschont. Ich rede in den Wintermonaten eigentlich nur vom Eishockey und Stefan Z., ein bekennender Eishockey und NHL Fan wurde hellhörig, bis er eines Tages auch beim Hockey landete. Leider war es das Pokalspiel gegen Nürnberg in der Absteiger Saison, das vor 2000 Zuschauern auch noch 0:3 verloren ging. Das war keine gute Werbung. Somit dauerte es auch noch ein Jahr bis er und seine Freundin regelmäßig, am Ende sogar immer, mit an den Ratsweg kamen. In der Meistersaison wuchs, dann der Fanclub immer schneller und schneller. Über Daniel J., der in Würzburg studiert, lernte ich meinen bis dahin verschollenen Ex-Eishockeykollegen Olli H., wieder kennen. Mit ihm spielte ich damals in Hassfurt gemeinsam Eishockey. Doch wir verloren uns aus den Augen, nachdem ich nach Frankfurt wechselte. Wie man sieht basiert bei unserem Fanclub viel auf Zufälligkeiten. Ab Mitte der Meistersaison ging auch Olli regelmäßig mit zu den Lions. Neu hinzu kam auch Martin H. aus Wiesbaden. Er stand schon jahrelang neben uns, doch in den schlechten Jahren war auch er nicht mehr so oft im Stadion zu finden. 2003-2004 fand auch er wieder regelmäßig den Weg zu den Löwen und er stieg kurzer Hand bei uns ein, da er die Idee von dem Fanclub grandios fand. Unsere letzten Neuzugänge ist die Trommler Crew. Genauer gesagt: Alexander B., Jessica B., Thomas W. und wie sollte es anders sein, noch zwei Zwillinge, nämlich Anne und Lisa R.. Eines Tages standen sie neben uns im A-Block und wir kamen immer mehr mit ihnen in Kontakt. Top ausgerüstet mit Trommel sind wir dankbar, dass sie unserem Fanclub beigetreten sind, denn jetzt haben wir auch lautstarke Untersützung!!!
Jetzt aber noch mal zur genauen Gründung. Es war eines der Eishockeyspiele, die man in Frankfurt so schnell nicht vergisst, da es sich um das immer prekäre Südwest Derby gegen die Adler Mannheim handelte. Die Lions siegten wie so oft souverän :-) gegen den Erzfeind mit 4:2, doch das Spiel wurde von einem ganz anderen Mann geprägt. Schiedsrichter Müller versuchte seinem Können gemäß das Spiel zu leiten, was ihm aber mal wieder nicht gelang. Sehr viele dubiose Entscheidungen prägten das Spiel, das sogar früher in die erste Drittelpause ging. Nach diesem Spiel, das durch die schlechte Leistung des Schiedsrichters mal wieder einen faden Beigeschmack erhielt, dachten wir, bei unserem zur Gewohnheit geworden Mäc Doof Besuch, wir müssen doch eine Fanclub gegen die DEL Schiris gründen. Von dieser Idee waren wir (Tino R., Daniel J., Martin R., Horst K., Ingrid R. und Ich) natürlich sofort begeistert. Endlich haben wir genug Leute, einen guten Grund und was wir zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht wussten, das Galajahr der Lions erwischt. Letztendlich lief der Fanclub zwar nicht auf den Anti-Schiri Club hinaus, sondern auf den Fanclub Rasselbande 2004, dessen Namen wir eigentlich Horst K. zu verdanken haben, da er eines Tages seine ehrwürdige Riesenrassel oder -ratsche aus Kölnertagen mitnahm. Von dem Lärm und der Stimmung, die so eine Rassel mit sich bringt waren wir sofort begeistert und einige von uns besorgten sich auch eine Rassel. Somit fiel uns beim zweiten Anlauf der Fanclubgründung auch die Namesfindung leicht. Als Ergebnis kam der Fanclub Rasselbande 2004 heraus, der offiziell am 25.01.2004 gegründet wurde.

© by Stefan “Ersatztrommler” M.

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